Sonntag, 19. März 2017

Wildwuchs bei Sicherheitsfirmen?

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In Teilen der europäischen Medien, darunter der  Neuen Züricher Zeitung(NZZ) gewinnt das Thema Wildwuchs der privaten Sicherheitsfirmen an Bedeutung. Warum nicht auch bei uns?
Es wird als bedrohlich empfunden, dass immer mehr Aufgabenfelder aus ehemals staatlichen Aufgabengebieten an private Firmen ausgelagert werden(Gerichte, Universitäten, Krankenhäuser etc.)
 Damit bekommt die Ausbildung, Besoldung und Zuverlässigkeit der Mitarbeiter einen immer größeren Stellenwert. Z.T. wird auch schon das staatliche Gewaltmonopol als gefährdet betrachtet. Jedenfalls müssen die im ehemals staatlichen Aufgabengebiet tätigen Dienste verschärft kontrolliert werden, und zwar auch in den Firmenteilen, die für private Auftraggeber arbeiten.
Diese Kontrolltätigkeit muss erkennbar Ergebnisse zeitigen, die über die Medien transportiert werden, sonst nimmt der Bürger den verantwortlichen Politikern nicht ab, dass sie ihrer Kontrollaufgabe überhaupt nachkommen. Private Dienste müssen, wenn nötig, auch wegen unzureichender Ausbildung der Mitarbeiter, bei extremer Gewaltanwendung  oder bei Stalking und Bedrohung  Lizenzen verlieren.
In Hamburg wird man wohl auch über die Zusammenarbeit der Polizei mit diesen Firmen reden müssen, möglicherweise auch über die Nebentätigkeiten von Polizeibeamten in privaten Sicherheitsfirmen.
Warum nehmen unsere Medien diesen expandierenden Wirtschaftssektor nicht stärker in den Blick? Will man sich keine Feinde schaffen? Oder spielt man einfach lieber Außenpolitik, das ist ja angeblich so leicht. Ein bisschen Grexit, Brexit, US-Wahlkampf, Wahlkampf um das Verfassungsreferendum in der Türkei das erscheint offensichtlich viel spannender.
Wenn wir erst einmal eine völlig andere, noch weniger kontrollierte Sicherheitsarchitektur haben als heute, wird es zu spät sein.

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