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Montag, 24. September 2012

Kontrolliert der Innenausschuss der Hamburger Bürgerschaft den Senator?


Es ist schon bemerkenswert, auf welche Ideen Hamburger Bürgerschaftsabgeordnete kommen, um politische Aktivität und Bürgerfreundlichkeit zu zeigen.
Nicht nur aus beruflichen Gründen oder aktuellen konkreten Anlässen interessierte  Bürger sind beim Innenausschuss selten oder kaum zu finden. Es sei denn Grüne und Linke wollen die unbegrenzte Zuwanderung von Sinti und Roma wieder ein Stück voranbringen.
So könnte es als wohlgemeinter Beitrag zur Transparenz oder als Werbung für das Parlament durchgehen, wenn Abgeordnete zu einer Ausschusssitzung einladen, an der sie selbst teilnehmen.
Dass Voet Kai van Vormizeele, der Sprecher der CDU im Innenausschuss, einlädt, leuchtet ein, denn er als Oppositionspolitiker kann sich vor erscheinenden Bürgern profilieren, da er auch bei weitgehender Übereinstimmung mit dem Senator und seiner Politik kritische Fragen stellen kann. Anders sieht das schon aus , wenn Anja Domres und Martin Schäfer, beide SPD, Schäfer stellvertretender Fraktionsvorsitzender,einladen. Sie könnten das Interesse haben, den Bürgern den Hauptakteur der SPD-Innenpolitik, den Innensenator, zu präsentieren. Denn in der SPD gilt wahrscheinlich das Motto „Der Senator macht das schon“ und „Wir konzentrieren uns auf unseren Schwerpunktausschuss“. Für den Rest ist Arno Münster zuständig, der innenpolitische Sprecher der SPD-Fraktion.
Außerdem machen sich ein Paar Einträge auf der Homepage auch nicht schlecht.
Das ginge so ja noch hin, wenn nicht diese Einladungen auch nach der Sitzung noch im Internet bei Google gelistet werden, und zwar ziemlich weit vorn, weil sie nicht von  der domain eines einzelnen Blogs ausgehen, sondern von der gemeinsamen „Adresse“ Hamburger Bürgerschaft. Ein Beitrag selbst von gut eingeführten Webblogs, mag er auch inhaltlich beachtlich sein,  kommt zwar auch nach vorn, aber z.T. hinter diesen eher inhaltsleeren Aktivitäten.
Ähnlich läuft es bei den Terminankündigungen für „Bürgergespräche“ unserer Kommunalpolitiker in den örtlichen Wochenblättern, die von Bürgern -sagen wir- sehr unterschiedlich frequentiert werden, die aber bei google auch nach Fristablauf die Seiten füllen.
Aber bei Google stecken aller Wahrscheinlichkeit nach noch andere Probleme des kommerziellen Suchmaschinenbetriebs dahinter. Deshalb meine Einschätzung, google wird  sich mit  Bettina Wulff  einigen.

P.S.: Das Protokoll der Ausschusssitzung spricht, leicht aufgerundet, von 20 Besuchern. Dazu die Einschränkungen in meinem Post vom 23.8.2012.

Sonntag, 30. Januar 2011

Will der Springer-Verlag mehr Einfluss im Internet?



Hamburger Abendblatt v.29./30.1.2011, S.7: Hamburg wird bei Google verhöhnt.Beim Kartendienst des Konzerns schmähen nutzer zum Beispiel die Konzertarena im Volkspark und die Elbphilharmonie.
Bild.de v. 30.1.2011: Der Krieg um Klicks: Facebook gegen Google und Yahoo
Wenn marktstarke Printmedien mit Online-Ablegern die Kämpfe der großen Player im Internet thematisieren ist das immer verdienstvoll, weniger gilt dies, wenn sie Einfluss auf die Funktionsmechanismen im Internet nehmen wollen.
Der Bildartikel zeigt eine deutliche Tendenz gegen Google. Das Abendblatt versucht bereits in der Überschrift Hamburg-Liebe gegen Google zu instrumentalisieren.
Es ist schwer zu erkennen, worum es geht, jedenfalls wohl nicht um die verbreiteten, z.T. wenig niveauvollen Kritiken im Internet, hier bei google maps. Da soll sich unsachliche Kritik auch einmal ziemlich vorn gelistet finden.
Dies überrascht den Internetnutzer nicht wirklich. Wer durchschaut schon die Relevanzkriterien der Suchmaschinen oder gar den vollständigen Algorithmus zur Bemessung der Googlerelevanz.
Die Hamburg-Liebe im Abendblatt kann auch ein Vorwand sein, um durch Emotionalisierung Einfluss zu gewinnen.
Schön wäre es sicherlich für den Springer-Verlag, wenn Kritik an ihm oder seinen Zeitungen ganz hinten gelistet würden.
Goldman Sachs soll angeblich Facebook-Anteile an handverlesene Kunden verteilen. Hat der Springer-Verlag solche Anteile bereits erworben oder bekommt zunächst die amerikanische Finanzindustrie diese Papiere. Das wird eine wunderbare „soziale Suche“ bei Facebook, wenn demnächst die Relevanzkriterien für die Suche von amerikanischen Großbanken beeinflusst werden können.
Blogger, Internetportale und Internetnutzer werden wohl kaum eine Listung bei den Suchmaschinen bevorzugen, die durch Großverlage und ihre Zeitungen, Handelskammern, Behördensprecher, Wirtschaftsunternehmen u.a. beeinflusst werden. Dann doch lieber die Relevanzkriterien der Suchmaschinen selbst, wenn sie auch nicht immer leicht zu durchschauen sein mögen oder im Einzelfall durch wirtschaftliche Interessen bestimmt sein können.

Parlamentarischer Untersuchungsausschuss „Cum-Ex-Steueraffäre“-19.August 2022-Befragung Olaf Scholz

Am 19.August 2022, 13.30 Uhr, tagte der PUA „Cum-Ex-Steuer-Affäre"“ im Plenarsaal der Hamburgischen Bürgerschaft. Heute wird der Kanzle...