Freitag, 19. Februar 2021

Joachim Knuth in der NDR Talk-Show v. 22.1.2021

Joachim Knuth, seit einem Jahr Intendant des NDR, machte seine Runde bei „Das“ und auch bei der Talk-Show des NDR. In der Talk-Show am 22.1.2021 wurde er interviewt von  Hubertus  Meyer-Burckhardt.

Dem Format darf man nun kein kritisches Interview abverlangen: Ein Mitarbeiter  befragt den obersten Chef eines großen Senders der ARD.

Joachim Knuth durfte deshalb unhinterfragt behaupten, der NDR sei ein „kritischer Sender“.

Ich hätte gern gehört, was er damit meint, aber natürlich fragte der Interviewer hier nicht nach.

Politisch Interessant wurde es   , als der Intendant auf die Verhinderung der Gebührenerhöhung durch Sachsen-Anhalt angesprochen wurde. Diese sei nicht legitim, wenn sie mit Hinweisen unterlegt sei, bestimmte Programme passten  nicht so recht. Es ginge nicht, dass der NDR, wenn er „kritisch“( s.o.) berichte, kein Geld bekommen solle.

Dies war eine „populistische“ Verkürzung der Debatte in Sachsen-Anhalt. Sachsen-Anhalt hat die Stabilität der Beiträge in der Koalitionsvereinbarung und noch einmal wieder in einem Landtagsbeschluss von 2018 festgelegt. Es fordert die Realisierung der Einsparpotentiale, die auch die die KEF  angemahnt hat. Es geht durchaus um strukturelle Veränderungen(SWR und SR), aber auch um eine bessere Berücksichtigung der regionalen Interessen der östlichen Sender in der ARD.

Wie weit Kritik an der  politischen Tendenz der ARD eine Rolle spielt, lässt sich nicht leicht ausmachen. Auch derartige Kritik wäre allerdings legitim.

In Zeiten, in denen auch der NDR als medialer politischer Akteur unterwegs ist, und dies auch noch vergleichsweise finanziell gut ausgestattet, ist diese Art Abwehrreaktion des  Intendanten politisch verständlich, aber kaum haltbar.

Joachim Knuth, seit 1985 beim NDR, kommt kommunikativ übrigens gut rüber.

Er ist  verheiratet mit Dr.Ulrike Murmann, Pröpstin und Hauptpastorin in St.Jacobi.

Freitag, 12. Februar 2021

Drogen-Mafia in der Fischbeker Heide

Heute  in Bild : ein  aufschlussreicher Bericht auf Seite 11(ganzseitig) : „171 Festnahmen in der Chefetage der Drogen-Mafia“.

Am 3.4./ 4.4. 2020 gab es Berichte in Hamburger  Medien(Mopo 3.4./NDR 90,3 -4.4.) über eine Schießerei in der Fischbeker  Heide. Drei Männer waren angeblich beteiligt. Einer wurde angeschossen, wollte mit der Polizei aber nichts zu tun haben. Es wurden später fünf Schusswaffen gefunden. Die Tatverdächtigen blieben auf freiem Fuß.

Zwischenzeitlich gab es Meldungen über Kokain-Funde im Hamburger Hafen.

Am  15.12.2020 gab es eine Razzia  gegen 20 Verdächtige, u.a. auch in Neugraben und in Rosengarten. Es kam zu 15 Festnahmen.

Zwischenzeitlich gab es Meldungen über Funde dreier angeblicher Drogenselbstmord-Toter in der Fischbeker Heide.

Mir ist nicht bekannt, ob sich politische Gremien Parteien, Regionalausschuss, Bezirksversammlung, Bürgerverein  mit den Fällen beschäftigt haben.

 


Holländische und französische Fahnder haben ein geheimes Netzwerk mit Namen „Encro-Chat“ geknackt. Daraufhin konnte die Hamburger Staatsanwaltschaft bereits nach Sichtung eines Drittels des Materials 99 Verfahren einleiten.

In dem oben erwähnten Artikel gibt es einen Hinweis,  dass die Schießerei unter fünf (!)Männern in der Fischbeker Heide  aus 2020 auf Revierstreitigkeiten der Drogen-Mafia zurückzuführen war.

 

Parlamentarischer Untersuchungsausschuss „Cum-Ex-Steueraffäre“-19.August 2022-Befragung Olaf Scholz

Am 19.August 2022, 13.30 Uhr, tagte der PUA „Cum-Ex-Steuer-Affäre"“ im Plenarsaal der Hamburgischen Bürgerschaft. Heute wird der Kanzle...