Samstag, 19. Januar 2019

Personalfluktuation im Maria Hilf Harburg-Funktionsfähigkeit der Gynäkologie gefährdet? Chefärztin der Gynäkologie und mehrere Oberärzte/ärztinnen verlassen die Klinik.



Politisch positiv ist es, dass durch einen Brief, der offensichtlich dem Hamburger Abendblatt bekannt wurde, die scheidenden Ärztinnen und Ärzte auf Probleme der Geburtshilfeabteilung und darüber hinausgehende Defizite im Krankenhaus Maria Hilf aufmerksam machten. Aber, es geht nicht an, das die Bürger immer nur etwas über die Klinken erfahren, wenn Konflikte zu größeren Personalwechseln führen, die dann  möglicherweise die medizinische Versorgung in Harburg gefährden.
Aber:
Die Probleme bleiben , so wie das Schreiben zitiert wurde ,merkwürdig unbestimmt, für die Bürger so jedenfalls nicht leicht nachvollziehbar. Immerhin wurde ein wichtiger Punkt deutlich: Es ging um die Reduzierung der Kaiserschnittrate von 30 auf 20 Prozent.
Fallzahlen sind in allen Bereichen ein wunder Punkt, hier bringen  höhere Fallzahlen beim Kaiserschnitt für das Krankenhaus mehr Geld als natürliche Geburten.
Außerdem: Wussten unsere drei Medizinerinnen in der Bezirksversammlung nichts von Problemen im Krankenhaus Maria Hilf? (Brit-Meike Fischer-Pinz-Asklepios Harburg, Dr.Schittek ,Eftichia Olowson-Saviolaki)
Wenn sie etwas wussten-waren oder sind sie zu vorsichtig gegenüber ihrer eigenen Berufsgruppe und den Medizininstitutionen? Fürchten sie  Folgen für sich?
Die Unterversorgung des Süderelbebereichs mit Ärzten aufzugreifen, nachdem das Thema schon Jahre gelaufen war, und die bekannten Probleme der Selbstverwaltung der Ärzteschaft anzusprechen, auch hier immer mit viel Vorsicht, das war nur eine vergleichsweise leichte Übung.
Natürlich gibt es in Harburg eine Menge Probleme im Medizinbereich, insbesondere in den Krankenhäusern, die niemand aufgreift. Wo bleibt denn hier die SPD-Bürgerschaftsabgeordnete, die bei Wahlen stets als Krankenschwester firmiert, oder auch die Politik-Familie Fischer oder die frei praktizierende grüne Gynäkologin Dr.Schittek?
Da ginge deutlich mehr, obwohl man zugeben muss, dass wirklich zuständig die Bürgerschaft ist. Übrigens könnte Andre Trepoll doch einmal seine Fraktion auf den Krankenhaussektor ansetzen-schließlich hat ein CDU-Senat die Krankenhäuser privatieisert- anstatt fruchtlose Debatten über G 8 und G9 zu führen.






Hamburger Krankenhäuser-Rolle der Sicherheitskräfte?


Wann erfahren die Bürger einmal von den Medien oder von der Politik, auch der Kommunalpolitik , etwas über die Rolle der Sicherheitskräfte in den Krankenhäusern?
Unmittelbar neben der Notaufnahme sitzt im Asklepios Harburg mindestens abends und am Wochenende ein  stets einsatzbereiter Security. Schützt er die Krankenhausmitarbeiter? Vor wem?
Welche Aufgaben hat er da?
Greift er z.B. ein, wenn ein Angehöriger eines eingelieferten Patienten bei der Erstbehandlung  dabei sein will. Die in der Notaufnahme agierenden Assistenzärzte lehnen das gern ab.
Hier wäre mal ein Bericht in der Bürgerschaft fällig, was diese Mitarbeiter der Krankenhäuser so tun.
Verstehen die Abgeordneten und Journalisten nichts vom Medizin-Bereich? Haben sie von der enormen Ausweitung des Einsatzes von privaten Sicherheitsfirmen sehr unterschiedlicher Seriösität in unserer Gesellschaft nichts mitbekommen?
Sind sie zu opportunistisch, das Thema aufzugreifen?

Freitag, 21. Dezember 2018

Dreistellige Zahl von Weihnachtsbriefen im Verteilcentrum Hamburg-Süderelbe geöffnet.




Eine dreistellige Zahl von Weihnachtsbriefen ist im Verteilcentrum Hamburg-Süd(Hausbruch) geöffnet worden. Der Mitarbeiter einer Firma, die Briefkästen leert, wurde festgenommen.
Ich erwarte, dass die regionale Kriminalpolizei nach Komplizen  und Netzwerken sucht.
Des weiteren müssen solche Leute angemessen bestraft werden und nicht mit einem unangenehmen pseudo- liberalen Argumentationsmuster voller Verständnis überschüttet werden. Die Verlässlichkeit der Grunddienstleistungsfunktionen muss gewährleistet werden.
Die örtliche Kripo hat hier zweifellos einen Erfolg, nachdem geöffnete Briefe im Verteilcentrum gefunden worden sind.

Nun aber zur harten Realität: Wenn die örtliche Polizei immer erst erfolgreich tätig ist, nachdem ich und andere erste Anzeichen von Merkwürdigkeiten vor Jahren festgestellt haben, dann gute Nacht Neugraben-Fischbek(Süderelbe).
Bereits vor sechs oder sieben Jahren habe ich festgestellt, dass zeitweise die Briefkästen vor der Post in Neugraben observiert wurden, mutmaßlich. von Migranten-Netzwerken oder sogenannten privaten Sicherheitsdiensten., auch zur Zeit der Leerung.
An mich gerichtete Post war z.T. nicht angekommen, abgehende Post verschwunden.
Ein  an meine Frau gerichteter Brief der Polizeirevierwache PK 47 war ohne unser Wissen bei den Gegnern in einem Rechtsstreit  gelandet.
Vor unserem Müllcontainer haben Nachbarn vor einigen Jahren Post des Ex-Staatsrats Helmut Raloff gefunden.
Deputiertenpost mit Personalunterlagen aus Berufungsverfahren der Hamburger Hochschulen kamen z.T. geöffnet an.
Es gab noch ein Paar andere Vorfälle.
Ich habe dann reagiert und bei allen wichtigen Angelegenheiten die Post als Einschreiben außerhalb von Süderelbe aufgegeben, z.T. sogar in „Hamburger“ Postämtern, wenn es gerade passte. Das war teuer, aber letztlich effektiv.
An den Vorstand der Post hatte ich mich ausnahmsweise auch gewandt: mein Verdacht: kriminelle Zellen im Verteilzentrum Süderelbe und ein Paar konkrete Hinweise.
Zum Schluss: Klar ist, dass die ganz überwiegende Zahl an Postangestellten  täglich gute Arbeit macht. Das sollte man  auch jetzt nicht vergessen.
Fazit: Polizei und Politik, auch örtliche Politik, müssen dichter an die Realität vor Ort und mehr “ Biss“ entwickeln.
Ein anderer Fall: Wie lange haben die Krankenhäuser gebraucht, um die Notfallambulanzen zu reformieren? Erkennbar waren die Missstände  bereits sechs, sieben Jahre vorher.
P.S.: Es hätte mich schon interessiert, ob in Süderelbe bei 1000 geöffneten Briefsendungen ein klein wenig Protest aufgekommen wäre.

Montag, 17. Dezember 2018

Lionstage 2018 im Phönix-Viertel am Harburger Kulturtag am 4.11. 2018-Auswahl von Lionsbrüdern im Lionsclub Harburg-Altstadt



Mitglieder des Lionsclubs Harburg Altstadt und der drei benachbarten Lionsclubs Harburg-Hafen, Harburger Berge und Süderelbe sowie des Frauen-Lionsclubs Buchholz betrieben u.a. ein Cafe und sorgten auch mit Losverkäufen für Einnahmen zugunsten ihrer sozialen Projekte. Leider zogen wir nur Nieten. Eine beachtliche Zahl Wirtschaftsnaher und  CDU-orientierter Verbandsmitglieder wirkte mit und unterhielt sich mit interessierten Bürgern.
Gesellschaftlich wache Betrachter würden wohl sagen, dass die überaus konservativ- selbstbewussten Lions-Brüder  im Phönixviertel am verkaufsoffenen Sonntag in einem gesellschaftlich von ihnen doch relativ weit entfernten Umfeld agierten. Immerhin kamen wie wir einige Besucher der Falckenberg-Ausstellung „Ziervogel-As-If“ wohl auf dem Weg zu anderen kulturellen Events bei ihnen vorbei.
Aber die Gespräche mit den Lionsbrüdern  Harburg-Altstadt waren, wie nicht anders zu erwarten, durchaus informativ und keineswegs belanglos. Es ging u.a. um den CDU-Vorsitz, zu dem es naturgemäß  unterschiedliche Auffassungen gab, und um Projekte die sie zur Zeit bearbeiten oder kürzlich gefördert haben, und wider Erwarten um ein neues Mitglied, das ich als Chef der Garagengemeinschaft Ringheide/Schneeheide  in Neugraben kenne. Der Unmut entzündete sich daran, dass das neue Mitglied den Präsenzverpflichtungen nicht nachgekommen sei. Wie man inzwischen ermittelt hatte, könne das neue Mitglied wegen seiner längeren Aufenthalte in Spanien nur unzureichend mitarbeiten. Dies jedoch habe es am Vorstellungsabend verschwiegen.
Mit den Normen der Lionsbrüder kaum im Einklang war übrigens auch die Empfehlung des Vorschlagenden Notars vom Veritaskai.
Ein Lionsbruder berichtete, dass sie ansonsten ein Motto für die Aufnahme von Mitgliedern hätten: “Keine Pastoren, keine Lehrer und keine Sozis“.

Samstag, 8. Dezember 2018

Hamburger Abendblatt –Kunstmeilentag im Museum für Kunst und Gewerbe am 7.12.2018

-->

Neben der Nacht der Museen und dem freien Eintritt am Reformationstag 31.11.2018 war der Kunstmeilentag des Hamburger Abendblatts die dritte Veranstaltung der Museen bzw. von Teilen der Museen mit freiem Eintritt. All diese Events dienten auch der Aufbesserung der ansonsten rückläufigen Museumsbesuche. Beim Abendblatt kommt sicherlich noch  der Marketing-Aspekt und der Abendblatt-Verkauf an diesem Tag hinzu.
Das Museum für Kunst und Gewerbe hatte einen  sehr guten Besuch, aber keinen ausgesprochenen Run mit Schlangen vor dem Museum. Dies mag dem Wetter geschuldet gewesen sein.
Deshalb war es auch angesichts der Größe dieses Museums keine schlechte Idee, sich nur auf seine Angebote zu konzentrieren. Besonders spektakulär darunter die Ausstellung über „Pop und Protest 68“  sowie die vielbesuchte Ausstellung „Otto“. Letzte ein besonderes Angebot an das breite Publikum, mit dem Ziel, die Besucherschaft über das bildungsbürgerliche Publikum hinaus auszudehnen. Angesichts der Größe der 68iger Ausstellung und ihrer Auslegung auch auf Pop ging die Frage nach dem historischen Stellenwert von 1968  im Rahmen der bundesrepublikanischen Geschichte eher unter.
Lange Schlangen gab es also nicht, wäre auch bei Hamburger „Schietwetter“ unangenehm gewesen. Die Organisation im Eingangsbereich war gut, die Erfassung der Besucher exakt..
Wer nicht ganz auf die Besucherzahlen eingestellt war, war das Restaurant. Die Mannschaft strengte sich wirklich an, trotzdem ging es gefühlt in der Warteschlage nur langsam voran. Die „Kassiererin“ hatte aber auch eine besonders schwere Aufgabe: Sie musste, wie sie selbst sagte, die Teller mit den Salaten und Fleischgerichten, „Pi mal Daumen“ einschätzen. Es fehlte also eine Waage, wie sie etwa die Restaurants bei Karstadt haben und eine Auszeichnung der Preise für Frikadellen und Hähnchenschenkel. Als es Ärger wegen des langen Wartens gab, sagte die schwer geforderte Kassiererin in etwa: nun kommen die schon umsonst ins Museum, dann beschweren sie sich auch noch. Eigentlich keine schlechte Bemerkung, aber für einige Leute in der Schlange nicht ganz so lustig. Anschläge der Gerichte gab es wie immer an der Säule im Eingangsbereich. Die Übersicht auf einer Plastikvorlage gab es nur für die „Kassiererin“.
Wer nun clever war und sich auf wenige Ausstellungen beschränkte, konnte in den ansehnlichen klassischen Abteilungen wie islamische, iranische Kunst, Jugendstil und art deko, antike Kunst fast Sicherheitsdienstfrei die gut beschrifteten Objekte bewundern. Nicht nur für den Historiker interessant, wie vor dem Ersten Weltkrieg der Konflikt zwischen den europäischen Nationen auch und gerade ausgiebig auf dem Felde der Kultur ausgetragen wurde.

Das Museum für Kunst und Gewerbe kann man bei dieser Ausstellungsdichte und der Qualität der Ausstellungen unbedingt für normale Tage empfehlen, dann aber Zeit mitbringen, möglichst einen ganzen Tag. Die Preise sind durchaus erschwinglich.
Übrigens gab es über den HA-Kunstmeilentag hinaus auch noch in der Oper einen Nachmittags-Überraschungs-Event, wie jeden Tag vom 1. bis 23.12.2018. Diesmal mit dem Künstlerischen Betriebsdirektor Tillmann Wiegand,der sich als Zauberer betätigte. Er lieferte auch zeitnah die Information vom Sieg AKKs, die von Teilen des überwiegend weiblichen Publikums beklatscht wurde.

Dienstag, 13. November 2018

Kostenloser Museumsbesuch am Reformationstag 30.10.2018 in Hamburg- ein Erfolg?

-->

Man hätte erwarten können, dass die protestantische Kirche in Hamburg an diesem ersten arbeitsfreien Reformationstag besonders  eindrucksvolle Veranstaltungen für die evangelischen Christen anbietet. Ob das der Fall war, will ich nicht beurteilen.
War der Kirchenbesuch größer als an sonstigen Reformationstagen oder Sonntagen?
Eine Konkurrenz von Kirche und Museen gab es  jedoch wohl kaum.
Viele Museen und Kunst –Institutionen  nutzten jedenfalls  an diesem Tag, die Gelegenheit, mit dem Angebot des freien Eintritts den Bürgern ein Angebot zu machen. Entsprechend waren vor der Kunsthalle und  dem Bucerius Kunstforum zeitweise  lange Schlangen. Dass eine interessierte, aber nicht zur Kern-Klientel  gehörige Besucherschaft erreicht wurde, zeigte sich daran, dass viele Besucher in der Schlange vor dem Haupteingang der Kunsthalle, die zeitweise bis zum Hubertus Wald-Forum reichte, offensichtlich den zweiten Eingang über die moderne Kunst nicht kannten.
Die  Hauptziele der Besucher waren also  zeitweise extrem überlaufen.
Sicherlich sollte interessierten Bürgern und Familien, die nicht so viel Geld für Kultur ausgeben wollen, ein Anreiz zum Besuch der Kunsteinrichtungen gegeben werden. Das kann sinnvoll sein. Das könnte  auch erfolgreich gewesen sein, da die vielfältigen Angebote ein breites Interessenspektrum abdeckten. Allerdings fallen wohl insgesamt auch Einnahmen aus.
Welches Interesse stand aber hinter der eher etwas schnell organisierten Aktion freier Eintritt am Reformationstag? Könnten es die in diesem Jahr niedrigeren Besucherzahlen gewesen sein, die man so noch etwas steigern  wollte.
Die bisher genannten Gründe für den Besucherrückgang waren übrigens nicht ganz überzeugend. Die Museen müssen wohl noch  weiter auf Motivsuche gehen.
Übrigens fiel mir in der Florian Slotawa- Ausstellung „Stuttgart sichten“ in den Deichtorhallen eine Häufung von Besuchern mit Kameras mit Teleobjektiv und auch kleineren Kameras auf, die nicht besonders Kunstaffin wirkten. Kunstphotographen kommen kaum auf die Idee, bei dieser Fülle an Besuchern Skulpturen zu fotografieren. Ihr Interesse war erkennbar mehr auf Besucher der Ausstellung gerichtet. Dann jedoch stellt sich die Frage, warum die Sicherheitsleute am Eingang diesen auffälligen, und möglicherweise bekannten kriminell tätigen Observationskräften nicht den Eintritt verwehren. Gehören sie zum selben Dienst oder arbeiten sie mit anderen Observationsdiensten zusammen?
Überwachung und Bewachung war zeitweise  in einigen Kunsteinrichtungen kaum noch zureichend möglich. Überwachung, u.a. auch die Auswahl des Personals  scheint in einigen Kunsteinrichtungen ein insgesamt  noch unterschätztes Problem zu sein.
Die zahlenmäßige Erfassung  der Besucher machte übrigens dem Personal in vielen Fällen arge Schwierigkeiten, so etwa auch zeitweise im Bucerius Kunst Forum und den Deichtorhallen. Ob man sich auf die an diesem Tage teilweise unter schwierigen Bedingungen erfassten Besucherzahlen verlassen kann, dürfte fraglich sein.
Vielen war es übrigens sicherlich zu voll.

Sonntag, 21. Oktober 2018

Auswahl der Spitzenkandidatin für die Bürgerschaftswahl 2020 bei Hamburgs CDU.

-->

Das Hamburger Abendblatt konnte sich zu diesem Vorgang nur zu einer Kritik zwischen den Zeilen durchringen, das ist deutlich zu wenig.
Und nun zur Sache.
Aygül Özkan, die schon in Niedersachsen Ministerin gewesen ist, wurde von Andre Trepoll und Roland Heintze Mitte August  öffentlich als Hamburger Spitzenkandidatin vorgeschlagen worden, obwohl bereits eine schwere Erkrankung diagnostiziert worden war.
Heintze und Trepoll hatten vom Landesvorstand der CDU den Auftrag erhalten, einvernehmlich einen Kandidaten/eine Kandidatin für die Spitzenkandidatur zur Bürgerschaftswahl  2020 zu finden.
Sehr merkwürdig ist schon, dass der Landesvorstand vor der Verkündung gar nicht befasst war. Dies entspricht der auch in anderen Parteien üblichen Tendenz, gewählte Führungsgremien zu entwerten, indem ihre Entscheidungen  durch öffentliche Bekanntmachung  präjudiziert werden.
Hier hat dieses Vorgehen der beiden Oppositionspolitiker auch eine politisch-moralische Dimension. Es entsteht der Eindruck, dass hier gleich in mehrfacher Weise grenzwertig taktiert wurde:
Wurde hier die Krankheit einer Politikerin politisch instrumentalisiert?
Wurde eine Kandidatin mit  türkischem Migrationshintergrund aus wahltaktischen Gründen vorgeschlagen, ohne dass erwartbar die Spitzenkandidatur würde realisiert werden können?
Ging es darum zu zeigen, dass die Hamburger CDU „eine mutige  und moderne Großstadtpartei“ sei.?
Wollte man ein Signal an die  wahlberechtigten Hamburger Migranten senden, nachdem bereits die SPD bei der Bundestagswahl 2017 in Hamburg mit Aydan Özoguz als Spitzenkandidatin angetreten war?
Sollte  signalisiert werden, der Hamburger CDU werde fälschlicherweise das Image der Frauen-Ferne angehängt, wie man an diesem  Vorschlag doch wohl sehen könne?
Sollte für andere Spitzenkandidaten der politisch gefährliche Zeitraum vor Wahlen verkürzt werden?
Oder sollte gar Andre Trepoll, die Möglichkeit gegeben werden, mit etwas Zeitgewinn die Spitzenkandidatur als Retter für Hamburgs CDU doch noch anzunehmen?
Angesichts dieser erdrückenden taktischen Gemengelage, werden möglicherweise die Motive des Spitzenduos der Hamburger CDU deutlich. Da die taktischen Erwägungen so deutlich auf der Hand liegen, hätte auf diese öffentliche Nominierung besser verzichtet werden sollen, weil viele Bürger inzwischen sehr kritisch geworden sind.
Viele Politiker haben inzwischen bereits mit dem „Krankheits-Bonus“ Politik gemacht. Das ist  auf Dauer nicht ungefährlich.
Übrigens hat es die Hamburger SPD bisher nicht geschafft zu klären, ob das schlechte Abschneiden bei der Bundestagswahl 2017, größter Verlust aller Landesverbände, auch mit der Spitzenkandidatin zusammenhing.  Aydan Özoguz hatte immerhin als Staatsministerin im Kanzleramt ausgeprägte Lobby-Politik für die Interessen von Türken und Deutschtürken gemacht. Zum Zeitpunkt der Wahl war das Verhältnis zur Türkei allerdings deutlich angespannter als bei der Nominierung der Kandidatin.
Eine wirkliche Nominierung von Aygül Özkan, wenn nicht nur taktisch und symbolisch gemeint, wäre möglicherweise keine schlechte Idee gewesen, aber auch sehr mutig und riskant.
Der Wahrheit halber muss hinzugefügt werden, dass sie  aus welchen Gründen auch immer in ihrem Direktwahlkreis in Hannover als Sozialministerin bei der zweitletzten Wahl in Niedersachsen überraschender Weise ein  sehr schwaches Ergebnis eingefahren hatte.


Parlamentarischer Untersuchungsausschuss „Cum-Ex-Steueraffäre“-19.August 2022-Befragung Olaf Scholz

Am 19.August 2022, 13.30 Uhr, tagte der PUA „Cum-Ex-Steuer-Affäre"“ im Plenarsaal der Hamburgischen Bürgerschaft. Heute wird der Kanzle...